Montag, 19. Oktober 2009

Montage 2

Na ja wie beschrieben Montage sind scheiße. Nun gut so schlimm sind sie dann doch nicht. Nach meinem Frust im Labor bin ich um 5 dann mit ein paar Austauschstudenten zum Sportkomplex der Uni gegangen und hab Basketball gespielt. Hat mir die Gelegenheit gegeben um mich auszupowern und den Rest der Welt zu vergessen. "When the game is on, forget the rest and play!" Das hat gut getan und mit ein bisschen Ausdauertraining kann ich hier vom Niveau und Tempo ganz gut mithlaten (hab ich so nicht erwartet).
Da ich so ausgepowert war und mein Körper nach Zucker verlangt hat bin ich dann zur MU (da gibts essen und alles mögliche) gegangen und habe mir ne große Cola geholt. Groß heißt hier nen McD Becher in den ca. 1L Zeug reinpasst. Na ja also ich hab bestimmt alle verbrannten Kalorien mittlerweile wieder zu mir genommen aber egal, es schmeckt einfach :-).
Jetzt gehts nach Hause, Meine Bolongese Soße aufessen und ein Paper lesen das ziemlich lang und kompliziert aussah, hmm vielleicht sind Montage doch nciht so gut =D.

Montage

In den letzen Wochen habe ich montags immer das Gefühl gehabt die Woche beginnt ziemlich scheiße. Sei es dass ich mal wieder verschlafen hatte oder irgend ein Experiment mal wieder nicht geklappt hatte, oder das mich morgens wieder mal ein Auto fast angefahren hat.
Doch der heutige Montag toppt das alles um Längen. Als ich in sLabor gekommen bin, hat mir Hong (ein Kollege der auch an meinem Projekt mitarbeiten wird) ein Manuskript in die Hand gedrückt. Das ganze wäre ja nciht so schlimm gewesen, wenn das Manuskript nicht das selbe Projekt beschrieben hätte, wie das an dem ich gerade arbeite. Im Klartext heißt das irgend jemand in Uppsala (Schweden) hat die selbe Idee gehabt und hat sie 6 Monate vor mir umgesetzt und jetzt zur Publikation eingereicht. Das ganze werden sie sich natürlich auch ncoh patentieren lassen und ich frage mich gerade ob das mit dem Projekt weitergeht oder nicht.
SOmit ist eines klar, es springt keine Publikation für mich raus, na ja vielleicht ein Patent wenn alles gut läuft, aber das gehört dann auch der Uni und der Firma die das Projekt finanziert.

Mein Resumee der letzten Wochen lautet also: "Montage sind scheiße!!!"

Freitag, 16. Oktober 2009

mal wieder ich diesmal über Mexiko

Ich habe ja schon ein bisschen länger keinen Post mehr gemacht, deswegen dachte ich, dass es mal wieder Zeit ist :-).

letztes Wochenende ging es nach langer Vorfreude endlich mal raus aus den Staaten nach Mexico. Ich kann jetzt shcon sagen ich bin lebend und ohen Schweinegrippe zurückgekommen :-D. Fotos gibt es diesmal keine, da ich meine Kamera nicht über die Grenze nehmen wollte, denn das was ich über Mexico bis jetzt gehört habe war nicht so positiv, Polizei korrupt und bestechlich, konfisziert gerne Sachen und ähnliches usw. deswegen habe ich diesmal größtenteils auf Bilder verzichtet und nur ne Einwegkamera dabeigehabt, die ich aber auch nciht wirklich oft benutzt habe, da viele meiner Aktivitäten in Mexico mit Wasser zu tun hatten.

Es ging also am Donnerstag Nachmittag los. Der Arizona Outing Club ging mal wieder auf Reise (Daniel, ich und Daniela die aus Österreich kommt mittendrin). Wir trafen uns wie immer am McDonalds in der Nähe der Uni und beluden erstmal die "Trucks". Mit den Trucks ist ein Chevrolet Pick-up gemeint der den typischen Erwartungen an ein amerikanisches Auto voll entspricht. Ganz konkret heißt das, dass es ne riesige ladefläche gibt in die man Unmengen an Zeug reintun kann und der Innenraum ist euch nicht zu klein. Auf dem Rückweg habe ich aber gemerkt, dass es für größere Leute wie mich doch besser ist auf dem Frontsitz Platz zu nehmen (auch wenn es ein amerikanisches Auto ist :-)). Der Chevrolet gehört Joe einem Ammi der als Materialprüfer auf Baustellen unterwegs ist (nebenher studiert) und so ein Auto auch wirklich braucht, abgesehen von seinen Trips in die Wildnis die auch so ein Auto vorraussetzen. Das zweite Auto das die Reise nach Mexico machte war Mikes (ein anderer Verrückter des AOC von dem ich glaube, dass er mit 40 an einem Herzinfarkt stribt, da er wie ein Hamster hyperaktiv und nicht zu bremsen ist) Toyota Jeep in den auch ziemlich viel Zeug reingepasst hat (aber keine drei Fahrräder wie bei Joe) und zu guter letzt war da noch Isaias (oder so ähnlich). Ein Freund von Neil (er ist derjenige der den Trip organisiert hat) aus Mexico. Isais hat wohl einen kleinen Fahrradladen unten in Mexico und hat wohl ein paar Ersatzteile, sowie Fahrräder gebraucht anders kann ich mir nciht erklären warum er 7 Fahrräder und ziemlich viel Krams für Fahrräder über die Grenze gebracht hat. Er dachte sich wohl dass er mit so vielen Leuten viele Räder über die Grenze bringen kann ohne Fragen gestellt zu bekommen (was dann auch so war). Trotzdem fand ich es alles ziemlich dreist von ihm Neil nicht einmal bescheid zu sagen, denn der wusste von der ganzen Aktion auch nichts und meinte, dass er von der Menge die Isais mitnehmen wollte auch überrascht gewesen ist. Diese ganze Fahhradgeschichte hat uns somit einiges an Zeit gekostet, da wir die Drahtesel erstmal auf die Autos verteilen mussten und das doch ne Weile gedauert hat. Daniel fuhr mit Mike und ich setzte mich bei Isais ins Auto, der ganze Beifahrerfußraum war voll mit Zeugs und so war die Fahrt bis Tuscon nur minder angenehm, da meine Beine recht wenig bewegungsspilraum hatten. Nach einem Stop in Tuscon, dass vor dem amerikanisch mexikanischen Krieg (Ja die hatten tatsächlich nen Krieg) zu Mexico gehörte, wo wir zwei weiter Leute aufgesammelt haben ging es dann ab richtung Grenze, die nur noch ca. 150km entfernt war (Es gibt in den USA tatsächlich Gegenden in denen sie Entfernungen in Kilometern angegeben werden und nciht in Meilen). So gegen 10 erreichten wir dann die Grenze und konnten diese ohne große Probleme überqueren, auch mit den Fahhrädern.

In Mexiko hatten wir noch ca. 4 Stunden Fahrt vor uns, bis wir den Fluss erreichten, auf dem wir eigentlich Raften wollten. Schon als wir nachts gegen 2 Uhr ankamen zeichnete sich ab, dass nicht viel mit Raften am nächsten morgen sein wird, denn der Wasserstand war einfach zu niedrig. Nach einer kurzen Nacht die größtenteils am Lagerfeuer verbracht habe und mir so unglaublich witzige Geschichten angehört habe, wurde es zu später Nacht dann hochphilosophisch. Die Mike, Joe und Elmar (ein ältere Typ den Neil zu scheinen kennt) haben sich dann über Glauben unterhalten. Also das interessante für mich war, dass nur Elmar gesagt hat er glaubt nicht an Gott oder was Übersinnliches, aber seine Begründung warum er an sowas nicht glaubt war ziemlich witzig für mich. Mike schien an irgend was zu glauben, aber die beste Erklärung für Gott hatte Joe parat: "In the end everything matter, we and everything that surrounds us is energy, so I think that energy is god (god is energy, kann mich nicht mehr so genau dran erinnern)" (Für Joe ist die Welt aus Energie enstanden und letztendlich muss gott wohl auch aus Energie bestehen oder so ähnlich. Ich fand die Idee auch ziemlich interessant. Wie dem auch sei, jeder soll glauben was er will :-).)Ich bin dann irgendwann in den Schlafsack gekrochen, der in dem aufgeblasenen Boot lag und bin dann eingeschlafen.

Am Morgen gab es dann ein typisch amerikanisches Frühstück mit peanutbutter and jelly sandwiches (also Erdnussbutter und Marmelade, wobei die Erdnussbutter sowas wie Nutella aus Erdnüssen ist) und beagles mit Frischkäse. Da der Wasserstand immer noch ziemlich niedrig war, sind Neil und Isais an den Damm gefahren, der flussaufwärts liegt um zu erfahren ob eventuell mehr Wasser benötigt werde, und wir somit Raften können. Es schien aber so, dass Mexiko City entschieden hat, dass sie nicht mehr Wasser brauchen. Da wir auch nicht das nötige Kleingeld hatten um die Leute umzustimmen, ging es ab ans Meer um den Tag einigermaßen gut abzuschließen. Nach weiteren 2 Stunden Fahrt erreichten wir San Carlos. Ein ziemlich touristisch angehauchtes Städchen, dass ncoh ein paar fischer hat und vor ein paar wochen ziemlich heftig von zwei tropenstürmen getroffen wurde. wir konnten noch Spuren des Sturmes sehen aber im großen und ganzen sah es ganz nett aus (etwas dreckig, recht vile Hunde Streuner und Hunde mit Besitzer, als auch Schlaglöcher mit ab und an Straße drumherum). Da alle nach der Fahrt müde und hungrig waren, haben wir in ein Motel/Hotel eingcheckt und es ging für mich Daniel und ein paar andere in ein mexikanisches Restaurant. Dort habe ich dann meine ersten mexikanischen Tacos probiert mit Hünchen. Sehr lecker genauso wie die später am Abend verzehrten Tacos mit Schrimps (wohl mit die besten Schrimps die ich je gegessen habe, weil sie frisch zubereitet wurden vor meinen Augen und wahrscheinlich erst vor ein paar Stunden aus dem Meer gefischt wurden). Nach dem Essen ging es dann zum Strand wo wir einfach ins Wasser gegangen sind, dass sehr angenehm war (wahrscheinlich so zwischen 26-30°) und haben den Rest des Nachmittags am Strand verbracht. Abends mussten wir einheimische Spezialitäten probieren, dazu gehörten Tecate Bier (soll wohl eine staatliche Bierbrauerei sein), die oben erwähnten Schrimp Tacos, später dann El Jimador Tequila (ziemlich guter Tequila den ich jetzt auch in den Staaten gfeunden habe und nochmal verkosten muss um die Qualität ermessen beurteilen zu können :-D) und Margaritas. Da wir alle nur wenig Schlaf in den letzten 48 Stunden abbekommen hatten und die Fahrt auch anstrengend war, ging es auch schon recht früh ins Bett.

Am nächsten Morgen ging es dann recht früh raus 9 oder 10 (weiß nicht mehr so genau, weil ich ziemlich verschlafen war) und wir mieteten uns Seekayaks und Schnorchelausrüstung. Es ging dann raus ins Meer und wir paddelten so ein bisschen an der Küste entlang. Natürlich muss ich nciht erwähnen, dass das Wetter super war, mit Sonnenschein und mindestens 30° :-). Dann erreichten wir eine kleine Bucht die etwas weiter weg war von San Carlos und wir beschlossen ein bisschen zu schnorcheln. Im Meer gabs dann ziemlich viele bunte Fische zu sehen und es hat einfach unglaublich viel Spaß gemacht mal zu sehen was unter der Wasseroberfläche so abläuft. Im großen und ganzen haben wir den Samstag also mit Paddeln im Meer und Schnorcheln verbracht was einfach toll fand und es doch ncoh ein cooler Trip nach Mexico geworden ist. Abends hat Isais dann nochmal etwas eingekauft und es gab Tacos mit gegrilltem Rindfleisch, oder was auch ziemlich lecker war. Elmar und sein Kumpel haben außerdem auf dem Fischmarkt von ein paar Fischern für eigentlich $18 ziemlich viele Garnelen und Jakobsmuscheln gekauft. Die Garnelen kamen auf den Grill und die Jakobsmuscheln wurden von der Hotelbestzerin zu einem Salat verarbeitet, der ziemlich lecker war, sie hat uns auch noch mit frisch selbstgemachter Guacamole versorgt. Am nächsten morgen hieß es dann auch wieder ab nach Phonix und wir machten uns auf den Weg.

Das war schon der ganze Trip bis auf ein kleine unerfreulichkeit. Elena (kommt aus Wiesbaden und arebitet an der Uni) hat am Samstag abend Wasser aus dem Wasserhahn getrunken und hat danach ne ziemlich unruhige nacht gehabt, bei der sie immer wieder das Klo aufsuchen musste. Das Wasser ist nicht das Beste und generell hat man gesehen, dass Mexico immer noch ein Schwellenland ist mit viel Armut. Auf dem Rückweg in die USA sind wir wegen einer Umleitung von den Hauptstraßen runtergefahren und ich habe etwas vom wahren Mexiko gesehen. Ein Obdachloser, der nciht mal Schuhe hatte schlief mitten am Tag auf dem Bürgersteig. Ein paar Kinder versuchten mit Autoscheiben waschen sich ein par Pesos zu verdienen (das lief wirklich ab wie im Film wir stoppen an der Ampel, von rechts kommen zwei Leute angerannt spritzen Wasser auf die Scheibe udn fangen an die zu putzen. Joe hat dan einfach NO! NO! NO! geschrien und die haben dann verstanden das es hier keine Kohle gibt, was dann mit ein FUCK YOU! von einem 8 Jährigen belohnt wurde.). Am Genzübergang zu den USA haben viele andere Leute versucht uns irgendwas anzudrehen, da sich am Genzübergang immer eine lange Schange bildet und die Mexikaner das ausnutzen wollen um was zu verdienen. Es scheint mir so, dass es genug Leute gibt, die das Zeug auch wirklich kaufen, denn ansonsten würden die Mexikaner das ja nicht machen.

Eine lustige Tatsache gab es aber doch ncoh die ich fast vergessen hatte. Kurz vor der Grenze wurden wir an einem Checkpoint der mexikanischen Armee angehalten und überprüft. Der Unterboden des Autos wurde wohl nach irgendwas abgesucht und wir mussten dabei ein paar Gepäckstücke scannen lassen. Joe hat dabei seinen Rucksack mit der Machete scannen lassen und den Mexikaner hat das wohl nciht so ganz gefallen, war aber letztendlich OK, nachdem er ohen ein Wort spanisch zu sprechen mit viel Körpereinsatz versucht hat zu erklären, dass er die Machete für Holzhacken und sowas verwendet. Danach kam die Durchsuchung des Autos, da in den Radkästen doch ziemlich viel Dreck war, musste Joe dann seine Radkästen vom Dreck befreien, denn er hätte ja Samen und ähnlcihes Zeug in die USA transportieren können. Ziemlich bescheuert, da man dann jeden vogel abknallen müsste der die Grenze überquert und auch den Wind von allen Samen filtern müsste, na ja egal. Nun da seine Machete der einzige metallische Gegenstand war, der nicht unter dem Gepäck vergraben war, hat er also seine Machete genommen und damit seine Radkästen sauber gemacht. Das ganze shcien die ganzen Grenzbeamten wenig zu interessieren und irgenwann kam dann auch ncoh einer der Beamten mit einer Kehrschaufel und einem Besen an udn hat dann den Dreck weggemacht. Verrückte Ammis.
Abends sind wir dann so gegen 8 Uhr abends angekommen und ich war froh wieder hier zu sein.

P.S.: Wen das Wetter interessiert, in Phoenix hat es im Moment 37°C und die Sonne scheint. Ich weiß ja nciht wie es in Deutschland im Moment aussieht, aber so von dem was ich gehört habe regnet es wohl und es hat nachts Bodenfrost? Regen kann mir hier nciht passieren, denn es hat in den letzten 2 Monaten hier nur 1 mal richtig geregnet und Bodenfrost gibt es höchstens im Januar aber auch nur ganz selten.
Somit Grüße aus der Wüste ins Kalte Deutschland! :-)

Montag, 12. Oktober 2009

vegas videos

So oder so ähnlich fährt man in den USA campen. Nein man nimmt nicht die Fahhräder mit um am Urlaubsort ein bisschen mobil zu sein. Warum sollte man das auch? Man kann doch ganz einfach sein Auto an den Riesenwohnwagen dranhängen und einfach damit mal irgendwohinfahren. Das sind eben die USA.

vegas baby!!!




















I am still alive!!!
















So nach längerer Zeit schreib ich mal wieder was. Der letzte Eintrag ist schon ein bisschen länger her und ich hab noch einige Fotos die ich hochladen wollte. Zum einen sind das die Fotos vom Meteoritkrater und dem versteinertem Wald zum anderen habe ich ncoh ein paar Fotos und Videos von Las Vegas.
Zum anderen habe ich keine Lust mehr zu lernen und muss mich ein bisschen ablenken, denn ich schreibe morgen meine erste von drei Klausuren in Virologie.
Ach ja der Astronaut da unten ist ungefähr so groß wie ich.

Dienstag, 29. September 2009

Die Stadt der Illusionen

Vergangene Wochenende stand mal wieder ein Ausflug auf dem Programm. Dieses mal ging es nach Las Vegas in die Stadt der Illusionen und des Scheins.
Es stand uns (Dniel, Fransis, Clement, Hong Gu und Luiz) ein unvergessliches Wochenende bevor. Ich holte am Freitag Vormittag, das Auto (ein Minivan den ich mir für die Passagiere etwas geräumiger vorgestellt hätte) bei der Autovermietung ab und sammelte alle Leute ein die mitwollten. Danach gings es erstmal zur Bank.

Ich mach an dieser Stelle nen Einschub und berichte über den Besuch am Bankautomaten. So wie wir den Bankautomaten in Deutschland kennen, so gibt es auch hier in den USA ein Gerät, dass das Geld ausspuckt wenn man seine Karte reinsteckt (es heißt ATM). Das besondere an den USA ist aber, dass es einen "Drive thru ATM" gibt. Drive thru bedeutet einfach, das man mit dem Auto an den ATM heranfahren kann und nicht mehr aus dem Auto aussteigen muss um sein geld zu holen, sondern bequem auf dem Fahrersitz sitzen bleiben kann und Geld reuslässt. Ich weiß nicht so ganz wie ich das sehen soll, es ist schon als service von der Bank zu verbuchen, dass sie sowas zur Verfügung stellt, andererseits frage ich mich dann aber auch wie faul jemand sein kann, dass er nicht mal ein paar schritte gehen will um an einen Bankautomaten zu gelangen. Wie dem auch sei ich musste es eben einmal ausprobieren, wenn ich schon mal ein Auto habe dann nutze ich das auch aus. :-D

Es stand uns nun eine 7-8 stündige Autofahrt bevor. Das waren ca. 400 Meilen oder ungefähr 640 km nach Google Maps zu urteilen entspricht das etwa der Strecke von Stuttgart nach Berlin. Die Fahrt mit dem Automatikgetriebe war teilweise angenehm, da ich den Tempomat einschalten konnte und das Auto von alleine 75mph fuhr aber auch teilweise sehr lästig, weil ich nicht immer die Kontrolle über die von Auto verwendeten Gänge hatte und somit bei Bergaufpassagen ziemlich genervt war und immer runterschalten wollte damit es ein bisschen vorangeht. Die Highways hier sind so wie man es sich vorstellt viel geradeaus und sehr eintönig ab und an gibt es sehr langgezogene Kurven und wenn man erstmal aus den großen Ballungsgebieten raus ist, gibt es kaum Verkehr. Also waren es 6 Stunden langweilige Fahrt in denen ich mich mit Cola trinken und radio hören beschäftigt habe. An der Grenze zu Nevada wurde es dann ein bisschen interessanter, denn wir überquerten den Hooverdamm, der den Colorado River aufstaut und auch die natürliche Grenze zwischen den zwei Staaten bildet. leider war es schon etwas spät und bei Nacht haben wir die Dimension des Damms nicht so ganz erfasst.
Kaum hatten wir die Grenze zu Nevada überquert sahen wir nach ca. 10km das erste Casino und ich habe den Eindruck bekommen, dass Nevada eigentlich nur vom Glücksspiel lebt. Wir erreichten dann etwas später auch Las Vegas. Nach 1 Stunde Fahrt im Dunkeln erschien uns Vegas mit seinen hell erleuchteten Casinos und Hotels. Beeindruckend war die Größe der stadt die mittlerwiele um die 1 Million Einwohner zählt und wohl ähnlich wie Phoenix einfach nur in die Breite wächst anstatt in die Höhe.
Im Hotel angekommen gab es dann die erste Überraschung. Eigentlich hatten ich ein Zimmer gebucht, das 4 Betten haben sollte. Als wir den Schlüssel dann erhielten und im Zimmer standen sahen wir nur 2 Betten. Ich dachte mir das muss ein Irrtum sein und ging runter zur Rezeption, dort wurde mir dann gesagt, dass sie generell nur Räume bucht und nicht pro Person bucht. Das heißt das Hotel hat auf der Seite alle Räume die es mit 2 Betten bestückt hatte als Räume für 4 Personen auf Hostelworld.com deklariert. Dafür gibt es dann einfach nen schönen ausdruck im Englischen: "I got screwed!" was so viel heißt wie man hat mich über den Tisch gezogen. Na ja von sowas lässt man sich nicht unterkriegen und da wir eh 6 Leute in dem Zimmer waren und man schon zu zweit auf dem Bett schlafn konnte war es dann auch egal.
Wir machten uns also auf um die Stadt zu erkunden und wurden schon gleich mit dem ersten Problem amerikanischer Stadtplanung konfrontiert. Die Städte sind einfahc nciht für Fußgänger konzipiert. Wir haben ca. 1/2 Stunde nach einem Weg gesucht, wie wir einen Highway überqueren können, ohne Auto ist man hier echt aufgeschmissen.
Als wir dann endlich auf der anderen Seite waren standen wir vor "Ceasars Palace" und das thema nach dem das Casino dekoriert war, war das alte Rom. Ich denke aber, dass einfach alles aus der Antike genommen wurde und zu einem Mischmasch des Altertums im Casino zu sehen ist. Wie generell viele Casinos in Vegas hat jedes Casino ein "theme" also ein bestimmtes Motto nach dem es konzipiert ist. So gibt es ein Luxor (theme: Ägypten, Pyramiden, Sphinx), MGM Grand (theme: Löwen, fragt mich nicht warum), Paris (theme: der Name sagt schon alles mit Miniatureiffelturm) New York New York (theme selbsterklärend) und viele andere.

Mein erster Eindruck als ich in das Hotel reingekommen bin war, dass hier viel Geld investiert wurde und es auch dementsprechend aussieht (das Ceasars war auch das hotel/Casino das mir am besten gefallne hat, vllt. weil es auch das erste war in das wir reingegangen sind). Also wir dann das Casino selbst betraten hat mich sie schiere Anzahl der einarmigen Banditen im ersten Moment überwältigt. Die Teile schienen überall zu sein und von Tischen an denen man gegen Coupies spielt hat man fast nicht gesehen. Generell scheinen die Leute hier garnicht so gerne an einem Tisch zu spielen. Sie sitzen liber vor dem leuchtenden ding und drücken unaufhörlich ein und den selben Knopf. Vllt hängt das auch damit zusammen, dass die Mindesteinsätze bei diesen "slot machines" eincah bei einem Penny starten und nicht wie an einem Tisch bei dem die Mindesteinsätze 5-10 dollar betragen. Was dem aber ein bisschen widerspricht ist aber, das es auch slotmachines gibt die einfach erst bei 1000 ihren mindesteinsatz haben. Schon meine ersten Eindrücke waren so, dass diese Stadt auch eine Stadt der großen Gegensätze ist. Es gibt Leute die mit Pennys an den einarmigen Banditen spielen, aber auch Leute die zum Roulette Tisch gehen $200 aus der Tasche hervorholen und dann alles verlieren. Das ist aber egal, dann zückt man eben nochmal 2 Hunderter aus der Tasche und verzockt das ganze auch noch.
So ging es für uns am Freitag Abend von einem Hotel/Casino ins andere und wir haben uns den sogenannten Strip, die Straße mit den berühmten Hotels/Casinos, angeschaut und die Atmosphäre in Vegas auf uns wirken lassen.
Am zweiten Tag wollten wir uns dann downtown Vegas anschauen wo eigentlich die wahren Zocker hingehen um Geld zu machen und auch die ältesten Casinos stehen. Ich glaube jeder kennt diesen Neonlicht-Cowboy von den Filmen der auf der Femton Street steht, genau dort waren wir. Ich habe eigentlich ein Straße erwartet die mit Autos vollgestopft ist wie der Strip, dem war aber nicht so und zu meiner Überraschung war die Femton street eine FUSSGÄNGERZONE!!!!!!!!! das sind die USA und die kennen wirklich sowas wie ne Fußgängerzone. Auf dieser Straße ist auch der Weltgrößte LED-Bildschirm, wobei ich eher sagen würde das Ding ist ein LED Dach und überspannt diese ganze Straße (ist wohl auch deswegen der größte LED Bildschirm ;-)) Wir verbrachten den ganzen Tag also auf dieser Straße mit rumlatschen und in verschiedene Casinos reinschauen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon den Eindruck bekommen, das diese Casinos so gebaut sind, dass man sich darin verlaufen muss damit man länger drinbleibt und spielt. Abends begannen dann die ganzen Shows udn wir versuchten eben so viel Shows die umsonst waren mitzunehmen wie es nur möglich war.

Als erstes gings es zum LED-Bildschirm der wird wenn es dunkel wird alle 15 min angeschmissen und irgend ein Musikvideo läuft darauf. Das beeindruckende war eher, dass alle Casinos zeitgleich ihre Leuchtreklamen auf der Femton street ausschalteten und es auf einmal so dunkel wurde :-D bevor man den Bildschirm in Aktion sah. Das ganze Ding ist schon beeindruckend aber letztendlich doch nur ne riiieeeeeesenglotze auf der irgend ein komische Video läuft.
Es ging danach zum Tropical Island, wo wir eine Piratenschow sehen wollten. Ich hab mir da natürlich die krassesten Sachen vorgestellt. Piraten eben Kampf, Bum, Bam Action usw.. Im Endeffekt war es aber her nur ne abstrahierte Werbung für das Hotel mit viel (weiblicher) nackter Haut ein bisschen Bum etwas Feuer, wenig Action und teilweise bescheidenen schauspielerischen Talenten der Akteure in einer Art Musical verpackt. Es war eben Umsonst und ich hab doch mehr von der ganzen Sache erwartet.
Danach gings zum Mirage um den Ausbruch eines künstlichen Vulkans zu sehen. Viel Feuer, nette synchronisierung der vielen gezündeten Gasdüsen aber das wars auch dann. Danach ging es zum Bellagion zu den Wasserfontänen. Da ich schon etwas enttäuscht war vom Vulkan und der Piratenshow habe ich hier eigentlich nichts mehr erwartet. Es kam aber anders, die Fontänen schossen zu einem lied von Frank Sinatra in den Himmel und es war eine schöne Show die ich mir glaube ich auch gerne nochmal anschauen würde im Gegensatz zu den anderen. Es hatte eben einfach ein gewisses etwas das man von Las Vegas nicht erwartet hatte und zwar Stil und Eleganz.
Am so ging es eigentlich den ganzen Abend, wir gingen von einem Casino ins andere schauten uns irgendwas an und landeten letztendlich im Planet Hollywood wo wir noch nem Alleinunterhalter am Flügel zugehört haben. War auch etwas komisch, anstatt irgendwas für das Klavier zu spilen, also blues oder Jazz hat er dann versucht Hip-Hop zu spielen was ich auch etwas seltsam fand.
Da wir alle ziemlich müde waren ging es dann auch zurück ins Hotel, mit nem kurzen Abstecher zu Jack in the Box (eine weitere Fastfoodkette) und jeder hatte noch nen Burger vor dem Schalfen gehen. Sehr gesund und sehr vernünftig :-).
Am Sonntag stand uns dann die Rückreise bevor die wir eigentlich nur ungerne angetreten haben. Ich behalte diese Stadt als Stadt der Illusionen und Gegensätze in Erinnerung, mit dem perfekten Bild nach außen und den allzu offensichtlichen Problemen die wohl nicht nur Las Vegas, sondern die ganzen USA als auch Europa haben, Armut. Ich glaube keiner der Obdachlosen ist freiwillig Obdachlos und keine der vielen Prostituierten in Las Vegas machen diesen Job weil er ihnen Spaß macht, sondern weil sie es müssen.